Eva Grove-Hinrichsen - Behandlungskonzept

Durch meine Lehramts-Studienfächer beeinflusst, beinhaltet meine Arbeitsweise auch Kreatives Schreiben, Malen und Gestalten; meine spirituelle Ausrichtung hat ihre Gründe in meiner religiösen Prägung und der jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit ihr, hieraus resultieren Meditations- und Fastenangebote.

In der Gestalttherapie, wie ich sie anwende, bekommen Klientinnen und Klienten wieder Kontakt zu ihren Gefühlen und körperlichen Zuständen. Dadurch fühlen sie sich lebendiger, erleben mehr Freude an sich und anderen, lernen Krisen zu bewältigen, Wendepunkte als Chancen zu begreifen und neue Wege zu gehen.

Über Menschen, die mich frühzeitig aufsuchen, bin ich dankbar, denn am liebsten arbeite ich vorbeugend und kann die Therapien dadurch kurz halten. Ich mache z.B. oft Kurzberatungen von einzelnen bis zu 10 Stunden. Zu mir kommen Kinder mit Eltern, Jugendliche und Erwachsene; einzeln, in Paaren und Gruppen, mit persönlichen wie auch beruflichen Anliegen.

Ich bin mittlerweile über 60 Jahre alt und habe Trennungen und Verluste erlebt, frühe Todesfälle in der Familie und das Scheitern von Beziehungen. Manche Krisen habe ich in meinem eigenen Leben durchlitten, andere bei meinen Kindern mit getragen, bei meinen Schülerinnen und Schülern, deren Eltern und ihren LehrerInnen. So kenne ich z.B. Schulprobleme aus der Sicht der Mutter, der Lehrerin, der Heilpraktikerin in Psychotherapie und der Supervisorin. Und ich habe den Druck einer viel zu engen religiösen Sozialisation erleben müssen, verbunden mit all den daraus resultierenden Schwierigkeiten im Aufbau eines gesunden Selbstwertgefühls als Frau, dem Eingehen vertrauensvoller Bindungen und der vorbehaltlosen Akzeptanz der Realität in ihrem ständigen Wandel.

All diese Lebenserfahrungen befähigen mich aber andererseits zu einfühlsamer Begleitung Deshalb habe ich meinen Frieden mit ihnen gemacht und sehe sie zunehmend als Gewinn an.

Brüder (Holzschnitt) - Eva Grove-Hinrichsen - 2003